Ketogene Diät

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Re: Ketogene Diät

Beitragvon rico31 » 28. Jan. 2018, 19:22

In Indien gibts MS kaum. Ich glaube es sind 5 von 100'000 betroffen.
Die essen dort ordentlich Hülsenfrüchte wenn mich nicht alles täuscht. Und Kurkuma :wink:
In Deutschland und der Schweiz werden bestimmt viel weniger Hülsenfrüchte gegessen, aber es sind viel mehr von MS betroffen. Mehr als 20x so viele... Ob es nur an der Sonne liegt? wer weiss
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Re: Ketogene Diät

Beitragvon Nicki » 19. Jan. 2018, 14:02

Das mit den Lektinen kenne ich auch.Ausführlich behandelt im Buch von Sarah Ballantine.

Ich folge der Terry Wahls Diät. Das ist eine Art Paleo.

Kein Getreide
Keine Milchprodukte
Keine Nachtschatten
Keine Hülsenfrüchte

Die ersten Wochen waren schwierig und ohne Veränderung. Dann nach etwa 6 Wochen begann es aufwärts zu gehen.

Darmgesundheit juhee und: Fatigue hat sich massiv verbessert. Für mich wirklich ein Gewinn an Lebensqualität.
Mögen alle Wesen glücklich sein. Herz Sutra
Nicki
 
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Re: Ketogene Diät

Beitragvon Asbu » 19. Jan. 2018, 11:03

LEKTINE

Im Zusammenhang mit Ernährung bin ich vor kurzem auf "Lektin" gestossen und wollte mehr dazu wissen. Hab dann einen Artikel im Zusammenhang ,it Palio-Diät (nahe der ketogenen Diät) gefunden, bei denen diese komplexe Proteine als toxisch beschrieben wurden.

Siehe hier: https://www.paleo360.de/gesunde-ernaehr ... chaedlich/

Mir ist die Paleo Diät zu strickt, da auch auf Milchprodukte verzichtet werden soll... Aber sie ist sicher ein Interessanter Ansatz...

Ich hab dann noch nach weiteren Artikeln gesucht und bin dann auf folgenden Artikel gestossen:

https://www.urgeschmack.de/sind-lektine ... efahrlich/

Fazit aus dem Artikel:
Ja, Lektine können toxisch sein. Sie sind in sehr vielen Lebensmitteln enthalten und es scheint unmöglich, ihnen vollständig aus dem Weg zu gehen. Dies stellt jedoch offenbar kein grundsätzliches Problem für die Gesundheit dar, denn durch den Verzehr von Salaten oder Obst sind kaum Lektin-relevante Probleme bekannt: Geringe Mengen Lektine scheinen harmlos.

Angesichts der Studienlage scheint im Normalfall (d.h. bei gesundem Darm) nichts dagegen zu sprechen, hin und wieder eine ordentliche zubereitete Bohnensuppe zu essen. Vorausgesetzt, die Bohnen werden zuvor längere Zeit gewässert und die Suppe ordentlich durchgekocht. Dann dürfte der Lektingehalt so niedrig liegen, dass sich bei gelegentlichem Verzehr keine großen Probleme einstellen sollten. Denn letztlich ist auch dies eine Frage der Verhältnismäßigkeit.

Hülsenfrüchte umfassen zudem eine sehr große Bandbreite verschiedener Bohnen, deren Lektingehalt teils um den Faktor 10 abweicht (rote Nierenbohnen enthalten zehnmal so viele Lektine wie Ackerbohnen). Wer möglichst vielen Lektinen aus dem Weg gehen möchte (zum Beispiel aufgrund einer Darmerkrankung), für den ist sicher ratsam, auf Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Milchprodukte und Eier völlig zu verzichten.



​Ich fand es sehr spannend darüber zu lesen und vielleicht mag der eine oder andere sich auch damit auseinandersetzen...
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Re: Ketogene Diät

Beitragvon rico31 » 13. Dez. 2017, 15:48

Hi Asbu...

Ich mag es das Du ausführlich schreibst :)

Ich will nicht all zu sehr ins Detail gehen wegen Umwelt... Aber Fleisch = Regenwaldabholzung = Rinderfarmen = Sojaplantagen (fast alles für Tierfutter)... Die Kuh auf der Wiese, die ist Seltenheit... Die Schweiz kann den Fleischkonsum nicht selbst decken... sogar bei weitem nicht... Die ganze Gülle jedoch, ist übel und Verschmutzt und Verseucht die Welt, die Meere..
Fisch/Meeresfrüchte = Überfischung = Artensterben = mit teilweise über 90% Beifang... naja... könnte ich ewig weitermachen...

Das herumexperimentieren übel sein kann ist mir schon bewusst... Man muss nur das falsche Präparat oder die falsche Therapie erwischen oder so... Es gibt endlos Müll im Netz... Die Frage ist, wem man vertrauen kann. Und ja, daher finde ich es wichtig sich ein Breites Wissen anzueignen.. Ich finde den Ketogenen Ansatz z.B. interessant... Aber auch die Fettsäureverhältnisse...

Das ich im Medizinischen Bereich arbeite, kann ich sagen, ich traue den Ärzten nicht. Ich meine das nicht böse oder abwertend... Aber unter Ärzten gilt.. Glaube keiner Studie, die Du nicht selbst gefälscht hast... Der Körper, die Medizin... all das ist sehr Facettenreich... doch die Zahl der "unheilbaren Krankheiten" zeigt für mich was Ärzte tun. Sie behandeln das Unheil... Sie unterdrücken Symptome... Der Hippokratische Eid ist auch Alles was von Hippokrates überdauert hat... Und daher gelingen selten Heilungen... Die Heilungen geschehen immer dort, wo es nicht die Schulmedizin ist... Weil die Schulmedizin behandelt, und nicht heilt... Letztendlich ist es immer der Betroffene der sich Heilt, bzw. die Selbstheilungskraft. Und die Krankheit der Prozess... Und ja, ich wünsch mir einen Arzt, der diesen Prozess unterstützt... Doch mehr al einmal wurde mir gesagt, da kann man nichts tun, nur Medikamente... und damit hab ich ein Problem...
Ich geb Dir da völlig Recht. Manche Menschen scheinen einfach jemanden zu brauchen, der sagt wos lang geht und die Verantwortung übernimmt... Aber im schlimmsten Fall endet es mit einem "Tut mir Leid"... aber vielleicht muss es dann auch so sein...

Thema Gift... Nichts ist Gift, und alles ist Gift... Die Menge macht das Gift... Du kannst Dich mit Wasser umbringen wenn Du sehr viel in kurzer Zeit trinkst... Bestimmt nicht schön, aber es beweist die Tatsache... Kaum wer würde denken dass Wasser zum Tod führen könnte... Traurigerweise ist das schon passiert :(

Die Youtube Videos verlinke ich, um einen Einblick zu geben und darauf Aufmerksam zu machen... Ich könnte auch 20 Bücher angeben, aber Videos sind Zeitsparend. Zudem wirken Bilder anders als Worte. Ich sehe die Welt, wie auch den Körper als einen Organismus. Egal ob in der Welt oder im Körper, es braucht eine Ordnung, ein Gleichgewicht... dieses Gleichgewicht hat der Mensch zerstört (schau die Dokus), und nun muss er mit den Konsequenzen leben.
Weiter gehe ich davon aus, dass diese beiden Ordnungen, miteinander in Verbindung stehen. Darum finde ich es wichtig Zusammenhänge zu erkennen. Wir, Lebewesen "Zellen" dieser Erde, sind vom Organismus Erde abhängig Zerstören wir sie, so zerstört sie uns (z.B. Schwermetalle)... Genau so sind wir als Körper von Gesunden (in diesem Fall Nerven)Zellen abhängig. In allem gibt es Ordnung, oder Unordnung... Mit den entsprechenden Konsequenzen... Ein Bewusstsein dafür zu entwickeln finde ich wichtig...

Hier die Dokus... Manche sind ganz auf Youtube, andere muss man kaufen oder andersweitig suchen...
Forks over Knives / Gabel statt Skalpell Doku über die Chinastudy... Geht um eine der grössten Studien über Ernährung
Cowspiracy - Doku über Umweltproblematiken welche auch von Umweltschutzorganisationen verheimlicht werden.
Home - Doku über den Heimatplaneten und wie wir damit umgehen... Ein sehr schöner, aber auch kritischer Film
Earthlings - Doku über unseren Umgang mit Tieren (Haustiere, Forschung, Nutztiere etc)... der Film ist heftig... erträgt nicht jeder... verändert das Bewusstsein durch die härte aber radikal...
und Fall Du noch was aufklärendes Willst... Sharkwater, Doku über das Haisterben, auch wenns hier nicht direkt was zur Sache tut...

und ja, manches ist auch von 3.Sat oder Arte oder so...
rico31
 

Re: Ketogene Diät

Beitragvon Asbu » 13. Dez. 2017, 00:18

Hallo rico

Bezüglich Protein: Nur weil es oft erwähnt wird ist das nicht per so... Wie gesagt ich esse sehr dosiert und ausgewähltes Fleisch und ich komm auch über die Runden.
Also nicht immer alles über einen Kamm scheren...

Hülsenfrüchte passen - wie du geschrieben hast nicht zur Ketogenen Ernährung.Vegetarische Rezepte findest du mit Google mit entsprechender Suchanfrage...
Ist Spannend und ich wünsche viel Spass beim ausprobieren!

Was die Ökobilanz betrifft hab ich schnell gegoogelt und hier mal ein Link dazu:
http://naturschutz.ch/meinung/wie-umwel ... lich/97179
Auch wenn der Fleischkonsum in dem Artikel immer noch schlechter dargestellt wird, man bedenke mal wie Gemüse produziert wird, gerade in Gewächshäusern...

Ja und es ist manchmal schwierig an die richtige Person - z.B. Ernährungsberater - zu gelangen. Aber ich denke mann kann sich meist auf sein Bauchgefühl verlassen. Du hast ja auch nach einer Alternative gesucht und bist fündig geworden.

So denke ich ist es auch da ganz wichtig auf sein Bauchgefühl und auf das Zwischenmenschliche zu achten. Wie findet man den richtigen Arzt? Persönlich war es der Arzt, bei dem ich mich wohl fühlte, der mir Zuhörte, mich zu nichts drängt und mit mir diskutiert... Meine Erfahrung ist aber auch, dass es Patienten gibt, die lieber einen Arzt haben, der für sie entscheidet. In diesem Sinn kann man wohl keine pauschale Empfehlung geben. Ein Tipp: Ein Patientengespräch sollte wie ein Vorstellungsgespräch vorbereitet werden und notfalls Fragen aufschreiben, damit NICHTS vergessen geht! Fragt euren Arzt Löcher in den Bauch. Je nach Antworten kann dann auch Vertrauen schaffen oder eben die Entscheidung sein den Arzt zu wechseln...

V-D = Vitamin D: Darüber hast du sicher schon viel gelesen. Hier ein Artikel zur Gefährlichkeit, wenn es ohne ärztliche Kontrolle zu sich nimmt:
https://www.netdoktor.de/news/vitamin-d ... -205381437
Ich nehme auch Vitamin D, aber unter regelmässiger Blutkontrolle und mit Rücksprache mit Arzt.
Gerade auf YouTube sind etliche Befürworter von hochdosiertem Vitamin D, die das als Heilmittel per se versprechen und das ist für MICH Scharlatanerie...

Ob die Pharmaindustrie oder Ärzte Scharlatane sind, dass muss jeder selber entscheiden. Die horenden Preise für Medikamente sind meiner Meinung nach eher der Politik zuzuschreiben... Ich persönlich bin Dankbar um die vielen Gifte die es gibt. Ich kann so entscheiden ob ich das will oder nicht.
Persönlich kenne ich einige MS-Patienten die sich jahrelang weigerten eine Basistherapie zu machen und es nun schlussendlich bereuen.
Für mich gibt es hier kein richtig oder falsch, nur ein Entscheiden und dessen Konsequenz zu tragen. Und viele Menschen mögen solche Entscheidung eben nicht selber tragen und lassen sich eben dann gerne vom Arzt sagen was sie tun sollen. Darum wichtig hinterfragen und dann entscheiden und seinen Weg gehen...

Zudem sind auch alternative Heilmittel nicht ohne Nebenwirkungen. Ein Bekannter von mir hat selber irgendwelche Kräuter (ohne Arzt) zu sich genommen, dabei sind die Leberwerte um das 1000fache gestiegen. Fazit es dauerte fast ein Jahr bis man herausgefunden hatte, dass es diese Kräuter verursacht haben...
Man mag von der Schulmedizin von Giften reden, jedoch alles hat seine (Neben-)Wirkung und sollte auch bedacht werden...

Du untermauerst deine Meinung gerne mit yotube Videos. Ich bin jetzt etwas überspitzt, wenn ich sage, dass da irgendjemand (ein Spinner, ein Scharlatan, eine Fachperson???) diese Videos macht und mit den Klicks daran verdient. Ich persönlich finde auch viele tolle Infos auf YouTube. Aber auch da Hinterfrage ich und persönlich traue ich einem Arzt, der eine Spezialausbildung (Neurologie) hat und aktuelle Studien kennt einfach immer noch mehr als einer selbsternannten Fachperson auf Video. Das ist aber MEINE Meinung. Auch da muss jeder selber entscheiden was er/sie glauben möchte und wie es die eigne Entscheidungen beeinflusst...
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Re: Ketogene Diät

Beitragvon rico31 » 12. Dez. 2017, 19:11

Asbu hat geschrieben:Ich weiss jetzt nicht wieso du - Rico - Ketogen mit Proteinreich vergleichst :roll:


https://lsms.info/index.php?id=166
Weils oft zusammen erwähnt wird... hier 250-600 Gramm pro Tag... da seh ich die Därme von Dr Hiromi Shinyas Därmen vor meinem geistigen Auge...
Zudem arbeite ich mit jemandem zusammen der sich nun Ketogen ernähren will... und ich seh die Proteinmenge auf seinem Teller deutlich... bereits zum Frühstück gibts ordentlich Lachs...

Asbu hat geschrieben:Zudem braucht der Anbau von sog. Fleischersatzprodukten meist mehr Energie wie die "Fleischproduktion". Ein Argument, dass ich so auch nicht gelten lassen kann.


Wage ich zu bezweifeln... https://www.youtube.com/watch?v=O2O_hOWMaeM
und HOME https://www.youtube.com/watch?v=S9pFukKweuM
sollte jeder mal sehen... hoffe Du hast Zeit dafür

Ich möchte mich nicht für Fleischersatzprodukte aussprechen, weil das "irgendwas" ist, zusammengemischt, gestampft aus igendwas...sowas ess ich nicht...
Die Natur gibt uns doch alles was wir brauchen, daher bin ich für eine natürliche Ernährung...
Indien hat wenig MS... dafür gibts viel Curry und Hülsenfrüchte... Hülsenfrüchte würden aber nicht zum ketogenen Plan passen, oder?
Wie würde eine vegetrarische oder vegane ketogene Ernährung aussehen?

Asbu hat geschrieben:Ich betone noch mal, dass ich Hilfe von einer Ernährungsberaterin habe und ich finde das bei allen Ernährungsformen ganz wichtig. Zudem lasse ich meine Blutwerte reglmässig kontrollieren, damit nichts in Schieflage gerät :wink: . Zudem verzichte ich auch an mehreren Tage die Woche auf Fleisch - geht Problemlos!


Ich hatte auch ne Ernährungsberatung (Unispital)... Die sagte mir... Nein, auf Reis können sie keine IGG4 Antikörper (Nahrungsmittelintoleranz) haben, das haben nur Asiaten... Sie hat mich mit dem Wissen zugetextet, dass ich aus der Kochlehre bereits hatte. Ich war an der grenze zum Untergewicht... Sie sagt, ich müsse einfach mehr essen... Die Behandlung hat nichts gebracht...

Dann hatte ich die "alternative" Ernährungsbreatung. Sie gab mir die Eliminationszeitdiäten... und siehe da... 8 Kilo mehr, perfektes Gewicht in kürzester Zeit. Ohne mehr zu Essen, aber der Körper konnte eben mehr aus dem machen, was ich gegessen habe...

Asbu hat geschrieben:Was dein YouTube-Video von Dr. Rau angeht, da wird nur die Biologische Medizin erwähnt. Was das genau beinhaltet, keine Ahnung. Aber ich finde auch mann soll sich Ganzheitlich gut fühlen und wenn es für den einen diesen Weg ist, ist das absolut OK. Ich versteh aber auch jeden anderen, der sich für die Schulmedizin entscheidet. Meine eigene Erfahrung mit Tysabri finde ich schon faszinierend. Und ich bin absolut nicht mehr krank, im Gegenteil es geht mir so gut wie schon lange nicht mehr!
Trotzdem versuche ich auch meine Gesundheit alternativ - wenn ich davon überzeugt bin - zu beeinflussen.


Naja, es ist ein ganzheitlicher Ansatz... Der Körper wird in der Heilung unterstützt... Es geht darum, dass sie mit diesem Modell bei chronischen degenerativen Geschichten gute Erfolge haben... Menschen aus der ganzen Welt reisen an...Das Behandlungskonzept zieht sich wie ein roter Faden durch alles... Die sagen nicht Du hast MS, Krebs etc... die checken ab, was dahinter steckt... Und dann sieht das Bild ganz anders aus... und dann wird behandelt...
Rau hat ein Buch geschrieben, in dem die Heilungszeit dargestellt wird und konkrete Ernährungspläne erstellt wurden... Wir hier haben den längsten Weg vor uns... 7 Jahre

Asbu hat geschrieben: Leider wird auch viel Scharlatanerie betrieben und mit irgendwelchen Heilversprechen den Menschen das Geld mit der Hoffnung aus den Hosen geleiert...
Ich denk da z.B. an das V-D Coimbraprotokoll, dass OHNE Ärztliche Begleitung verheerend sein kann.


Wo der Mensch leidet wird versucht Profit daraus zu ziehen... das ist eine Tatsache... Scharlatane gibt es, aber auch unser heutiges Gesundheitswesen macht ordentlich profit und kann dabei vielen Menschen nicht helfen. Das sollte man nicht vergessen... für den Betroffenen ist es nicht einfach herauszufinden was er glauben soll. Die Aussagen sind sehr widersprüchlich (z.B. China Study) https://www.youtube.com/watch?v=tkpwRPfu8X0

Kannst Du mich über das V-D aufklären oder was verlinken?

Asbu hat geschrieben:Schlussendlich ist es wichtig einen Arzt seines Vertrauens zu finden und dass ich mit der Entscheidung meiner Behandlung leben kann. Wenn es ohne Medikamente funktioniert um so besser. Wenn der Weg mit Medikamenten funktioniert auch gut!


Ich finde auch jeder soll einen passenden Arzt suchen... nur, woher erkennt man was ein guter Arzt ist? Ist die Pharma der grosse Scharlatan der Zeit?
https://www.youtube.com/watch?v=dhus-MOx49U
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Re: Ketogene Diät

Beitragvon Asbu » 12. Dez. 2017, 11:45

Hmm...

Ich weiss jetzt nicht wieso du - Rico - Ketogen mit Proteinreich vergleichst :roll: ...

Man kann sich durchaus vegetarisch Ketogen ernähren. Bei Ketogen wird weitmöglichst auf Zucker und Kohlenhydrate verzichtet dafür mit gesunden und guten Fetten gearbeitet um die Energie zu bekommen.

Zudem braucht der Anbau von sog. Fleischersatzprodukten meist mehr Energie wie die "Fleischproduktion". Ein Argument, dass ich so auch nicht gelten lassen kann.

Ich betone noch mal, dass ich Hilfe von einer Ernährungsberaterin habe und ich finde das bei allen Ernährungsformen ganz wichtig. Zudem lasse ich meine Blutwerte reglmässig kontrollieren, damit nichts in Schieflage gerät :wink: . Zudem verzichte ich auch an mehreren Tage die Woche auf Fleisch - geht Problemlos!

Was dein YouTube-Video von Dr. Rau angeht, da wird nur die Biologische Medizin erwähnt. Was das genau beinhaltet, keine Ahnung. Aber ich finde auch mann soll sich Ganzheitlich gut fühlen und wenn es für den einen diesen Weg ist, ist das absolut OK. Ich versteh aber auch jeden anderen, der sich für die Schulmedizin entscheidet. Meine eigene Erfahrung mit Tysabri finde ich schon faszinierend. Und ich bin absolut nicht mehr krank, im Gegenteil es geht mir so gut wie schon lange nicht mehr!
Trotzdem versuche ich auch meine Gesundheit alternativ - wenn ich davon überzeugt bin - zu beeinflussen.

Leider wird auch viel Scharlatanerie betrieben und mit irgendwelchen Heilversprechen den Menschen das Geld mit der Hoffnung aus den Hosen geleiert...
Ich denk da z.B. an das V-D Coimbraprotokoll, dass OHNE Ärztliche Begleitung verheerend sein kann.

Schlussendlich ist es wichtig einen Arzt seines Vertrauens zu finden und dass ich mit der Entscheidung meiner Behandlung leben kann. Wenn es ohne Medikamente funktioniert um so besser. Wenn der Weg mit Medikamenten funktioniert auch gut!

Rico du hinterfragst sehr viel - wie ich auch... Finde ich gut!
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Re: Ketogene Diät

Beitragvon Walkin » 11. Dez. 2017, 10:31

Ja rico, das hat Hand und Fuss was der Dr. Rau da sagt. Dieser Mann ist absolut genial.
Und was ihn gleich sympatisch macht er weiss nicht nur etwas über Ernährung, er lehrt
dies auch in zahlreichen Videos. Dies ist sehr selten. Danke Dir.
Walkin
 
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Re: Ketogene Diät

Beitragvon rico31 » 10. Dez. 2017, 19:50

Noch was zum Protein aus der Lusmühle von Dr Rau
https://www.youtube.com/watch?v=ouEl4hT52FI

Hier von Dr Hiromi Shinya... man schaue die "proteinreichen Ernährungen" genau an...
https://www.youtube.com/watch?v=VBwIujo8CHA
bezüglich Kangen Wasser kann ich nichts sagen... hab das Video nur wegen der Ernährung genommen....
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Re: Ketogene Diät

Beitragvon rico31 » 10. Dez. 2017, 19:42

Vielen Dank für Deinen Beitrag
Also den Video mit dem Fasten find ich sehr interessant... Da wird ja einfach mal "gereinigt", und die Symptome gehen deutlich zurück...
Der Zustand hält dann auch für ne Weile an... Also prinzipiell hats da noch keine Aufbaukomponente drin, aber ne ordentliche Heilkomponente.... Hat mich sehr beeindruckt diese Zustandsveränderung.

Ich habe jedoch grosse Mühe mit den Massen an Fleisch oder Fisch die man teilweise essen soll. Weils viel zu wenig Fische gibt damit so eine Ernährung für die Menschheit tauglich wäre! und weil bei solch einem Fleischkonsum die Erde noch schneller zerstört würde... je nach Quelle hört man ja bis 600gramm Fleisch am Tag.... Das kann ich nicht gutheissen... Da geht der Regenwald noch schneller futsch die Viehscheisse verseuscht alles und das Methangas steigt weiter an...Es ist schlicht nicht natürlich!

Ich behandle mich ganzheitlich, und Ernährung ist ein wichtiger Punkt... für mich relevant waren die IGG4 Antikörper, die ich alle, in der Eliminationsdiät gestrichen habe...
Diese waren unter anderem: Reis, Hirse, Quinoa, Weizen, und *ichmüsstenachschauenwasnoch"... diese Lebensmittel, welche ich zuvor praktisch täglich gegessen habe, haben meinem Körper geschadet. Hängt auch mit der Darmgesundheit zusammen. Daher überlege ich mir, ob solche Intoleranzen bei MS vielleicht weit verbreitet sind und der Mensch vielleicht darum auch gut auf die Ernährung anspringt...

In Früchten und Beeren hat es ja auch Zucker drin, oder in Zwiebeln. Und ich glaube nicht, dass Zucker prinzipiell schlecht ist. Ich weiss, dass Kohlenhydrate Kohlenhydrate sind... Der Körper unterscheidet nicht zwischen Zucker, Vollkornreis, Mais oder sonst was... Es bleibt ein Kohlenhydrat... Es liefert Energie, fertig...Problematisch finde ich die Menge... Zucker hier, Zucker da... überall ist Zucker drin... teil sehr heftig... Energiedrinks, Cola etc sind übel... aber ist auch schon im Frühstücksmüsli, Joghurt etc... Ich denke diese Mengen die wir konsumieren könnten das Hauptproblem sein... Nicht der Zucker an sich.

Bei Fett und Eiweiss ist es anders... Eiweisse habe unterschiedliche Aminosäuren... 8 davon sind Essentiell=Lebensnotwendig. Der Körper kann aus diesen 8 alle notwendigen Bausteine herstellen die er braucht. Quinoa z.B. beinhalte alle diese Essentiellen Aminosäuren... Ansonsten muss man verschiedene Lebensmittel kombinieren. Aber da gibts ja nicht nur Fleisch und Fisch, sondern auch Linsen, Bohnen, Nüsse, (Eier, Milch), Getreide (hat auch Eiweiss drin) und vieles mehr...

Beim Fett gibt es ebenfalls krasse Unterschiede... Transfettsäuren sind Müll für den Körper (Margerine etc)... Bei den Ölen und Fetten gibt es verschiedene Unterteilungen. Gesättigt und ungesättigte Fettsäuren... Wobei diese noch in einfach und mehrfach ungesättigt unterteilt werden... Je nach Fettsäureverhältnis, ist diese Entzündungsfördernd, oder Entzündungshemmend.
Prinzipiell haben wie zu wenig Omega 3 und zu viel Omega 6. Darum hört man immer Fisch essen.... Aber es geht auch mit Lein oder Hanföl... Billiger, umweltschonend, wirkungsvoll...



Lange Rede kurzer Sinn. Auch mein Zustand ist besser. Auch ich habe weniger Probleme mit der Blase. Aber ich habe nie diese Ernährung neue Ernährung gemacht... Je länger, dersot mehr denke ich, extreme sind nicht gut. Aber, die Gat-Therapie (Ganzheitliche Arthrose Therapie) möchte ich hier noch erwähnen. Auf eine ähnliche Ernährungsform bin ich gestossen, als ich Neurodermitis hatte. Ich lebte Vegan, und in dieser Zeit (MS bestand schon, nur nicht diagnostiziert) hatte ich keinerlei Beschwerden und war extrem fit. Ich orientierte mich damals an der "Methusalem Ernährung" (Müller Burzler), welche auch Trennkost miteinschloss... Und wenn Neurodermits, Arthrose, MS, also alles chronische Krankheiten, bei einer vegetarischen /veganen Ernährungsweise gut anschlagen, dann glaube ich steckt da mehr dahinter...

Fazit: Ich denke Ölen wird in der Ernährung zu wenig beachtung geschenkt. Die Eiweisse haben bestimmt eine wichtige Rolle, doch ich habe (seit der IGG4 Eliminationsdiät) zum ersten Mal seit langer Zeit zugenommen (früher Untergewichtig). Ich denke es braucht Eiweisse, aber nicht in Massen, sondern so dass sie alles abdecken... Im Sinn von weniger is mehr.

http://www.arthroseselbsthilfe.de/9.html
Diese beruht auf den Erkentnissen von Lothar Wendt welcher diese Zusammenhänge mit dem Eiweiss schon vor vielen Jahren festgestellt hat. Er wurde jedoch von der Medizin ignoriert.
In der Paracelsusklinik, wo ich behandelt werde, wird ebenfalls Eiweissarm empfholen. Dazu gibts n Buch vom Leiter Dr. Rau... In der Klinik behandeln sie jegliche Chronische Geschichten, auch Krebs etc...

https://www.youtube.com/watch?v=-fOItqcYzDY
Für mich läuft alles in eine Richtung...
Was haltet Ihr davon?
rico31
 

Re: Ketogene Diät

Beitragvon Asbu » 10. Nov. 2017, 09:43

Hallo zusammen

Schaffe es nicht ganz auf Ketogen, aber auf Kohlenhydratarm....

Was soll ich sagen. Ich fühl nicht fitter, Muskelverspannungen sind zurückgegangen (Physio hat es bestätigt) und meine Blase plagt mich nicht mehr so!
Im Moment trinke ich nur stilles Wasser und Tee. Aber ich war letztes WE mit dem Zug 2,5h unterwegs, bin danach 10 min zum Restaurant gelaufen und hab erst noch Leute begrüsst, bevor ich entspannt zur Toilette ging. Früher hatte ich für die gleiche Strecke mindesten 3-4 mal die Toilette besucht im Zug oder Bahnhof.
Auch Nachts muss ich meist nur noch 1x raus...

Das ist für mich eine riesige Lebensqualität!!!

Ich werde dranbleiben und mich weiter so ernähren. Nicht Stur, aber bewusst auf einiges verzichten (und ab und zu auch sündigen - ein Teller Spaghetti ist halt schon lecker...).

Ich achte einfach bei den Lebensmitteln auf die Kohlenhydrate/Zucker (möglichst unter 10%). Und verzichte weitgehend auf Teigwaren, Reis, Getreideprodukte und Zucker. Wer Brot mag und nicht selber backen mag, man bekommt im Handel sehr gutes Proteinbrot...

Übrigens hab ich gestern mal wieder gebrannte Mandeln versucht 2 Stück. Fand die viel zu Süss... Meine Geschmacksnerven haben sich schon verändert :D .

Ich kann es nur weiter empfehlen!

Übrigens gibt es teils gute Vorträge und Dokus auf YouTube.

Viel Spass beim ausprobieren!!!
Asbu
 
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Re: Ketogene Diät

Beitragvon lilalu » 01. Nov. 2017, 12:28

Hallo Asbu,

Sehr sehr spannend, ich werde mich zukünftig vermehrt mit der Ketogenen Diät beschäftigen
und definitv eine entsprechende Ernährungsumstellung bei meiner Neurologin ansprechen.

Vielen Dank für den Beitrag!

Liebe Grüsse,
Lilalu
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Re: Ketogene Diät

Beitragvon Nicki » 17. Okt. 2017, 19:30

Bericht

Bin seit Ende Juli am Terry Wahls Programm.
Zuerst war es recht hart, nach 20 Jahren vegetarisch und vegan wieder Fleisch zu essen.
Habe auch keine Veränderung bemerkt in den ersten 6 Wochen und so meine Zweifel gehabt.

Aber jetzt seit 4 Wochen: neue Energies. Die Fatigue ist wesentlich besser geworden. Fühle mich auch Nachmittags wieder wie ein Mensch (nicht wie zerkochter Blumenkohl) Ein echter Gewinn an Lebensqualität.

Aber wie das so ist mit MS... funktioniert sicher nicht für alle.

Weiterer links
Zuckerfasten.de
Terry wahls
Sarah Ballantyne (paleomom)
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Re: Ketogene Diät

Beitragvon Corona » 16. Okt. 2017, 16:03

Ich habe mich bisher rein pflanzlich ernährt. Nun wird ja beides (also kohlehydratreich aber wenig Fett) und ketogen als "der Schlüssel" bezeichnet. Ich mag die High Carb Diät und kann das gut mit meiner Familie begehen. Seit zwei Jahren fühle ich mich so wohl. Nun, nach der Diagnose stellt sich mir die Frage, ob ich MS mit ketogener Diät besser begegne. Ob diese Art der Ernährung in meinem Fall nun unterstützender wirkt als die High Carb.
Und auch die Frage wie sehr kann ich rein pflanzlich mit ketogen kombinieren oder/und kann/will ich mich umgewöhnen?
Bitte berichte weiter. Ich schmökere in den Links und lasse mir noch ein wenig Zeit mich festzulegen.
Freundliche Grüsse, Corona
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Re: Ketogene Diät

Beitragvon Nicki » 25. Sep. 2017, 14:27

Hallo Asbu

Bitte berichte weiter.

Ich habe im August mit dem Wahls Protokoll angefangen. Bin noch am Basisprogramm, nicht am ketogen. Aber ohne Getreide, Milchproduke und Hülsenfrüchte.

Stehe alleine in der Gegend mit meinem Versuch.

Ausprobieren tu ich's weil ich seit über zwanzig Jahren zwei Mal pro Jahr Buchinger-faste. (MS Diagnose erst vor zwei Jahren) Und mir ist immer schon aufgefallen, dass es mir in und nach den Fastentagen super geht, voller Energie und viel weniger müde. Über Fasten als MS Therapie wird ja an der Charite Berlin geforscht. Als ich den Beitrag sag, dachte ich sofort, ok. Das könnte ein Weg sein.

Also berichte bitte weiter :)

Lg Nicki
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