1 Unerwartete hochentzündliche ms-Aktivität unter Ocrelizu

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1 Unerwartete hochentzündliche ms-Aktivität unter Ocrelizu

Beitragvon Asbu » 14. Okt. 2018, 21:44

Übersetzt mit deepl.com:

Unerwartete hochentzündliche ms-Aktivität, die für den Verlauf einer Vorerkrankung bei Patienten, die mit Ocrelizumab behandelt werden, nicht charakteristisch ist.

Einführung: Ocrelizumab (OCR), ein B-Zell-abbauendes Mittel, zeigte eine signifikante Reduktion der klinischen und MRT-Krankheitsaktivität bei schubförmig remittierender MS (RRMS) und eine moderate Auswirkung auf das Invaliditätswachstum bei primär progressiver MS (PPMS) in klinischen Studien. Seit der Zulassung im Frühjahr 2017 tragen die Erfahrungen aus der Praxis zu unserem Wissen über die Wirksamkeit und Sicherheit dieses neuen Medikaments bei.

Ziel: Zur Meldung unerwarteter hochentzündlicher Krankheitsaktivität, die für einen früheren klinischen Verlauf bei 3 MS-Patienten, die mit OCR behandelt wurden, nicht charakteristisch ist.

Ergebnisse: 126 MS-Patienten erhielten seit ihrer Zulassung eine OCR an unserem Standort. Unter ihnen erlebten 3 Patienten eine hochentzündliche klinische und MRT-Krankheit, die für ihre Krankheit untypisch war. Alle hatten zu diesem Zeitpunkt nicht nachweisbare B-Zellen.

Ein 50 Jahre alter Mann mit SPMS ohne klinische Rezidive in vielen Jahren erlebte seinen lebenslang schlimmsten Rezidiv mit mehr als 20 verstärkenden Läsionen an Gehirn und Wirbelsäule MRI 5 Monate nach Beginn der OCR (vorher Rituximab x1 Jahr). Er reagierte nicht auf zwei 5-tägige Verabreichungen von iv-Methylprednisolon und wurde wegen beschleunigter infektiöser Aufarbeitung (nicht nachgiebig) zugelassen und verbesserte sich klinisch nach der Plasmapherese, während die kurzzeitige WiederholungsmRT hoch entzündlich blieb. Anti-OCR-Antikörper waren negativ.

Eine 48-jährige Frau mit PPMS erlebte ihren ersten Rückfall 3 Monate nach der OCR-Einführung. Sie entwickelte eine rechtsseitige Schwäche und Ataxie; eine große neue, die Kleinhirnstiele verstärkende Läsion wurde auf der MRT gefunden. Nach iv-Methylprednisolon verbesserten sich ihre Symptome. Eine wiederholte MRT zeigte 3 Monate später eine kontinuierliche Verbesserung.

Ein 55 Jahre alter Mann mit PPMS ohne vorherige verstärkende Läsionen auf der MRT wurde 6 Monate nach Beginn der OCR routinemäßig einer MRT unterzogen. Eine neue große, verstärkende Läsion in der rechten Kleinhirnhemisphäre wurde gefunden. Es wurden keine neuen Symptome oder Untersuchungsergebnisse festgestellt, aber die Verbesserung setzte sich trotz der Behandlung mit iv-Methylprednisolon über mehrere Monate hinweg fort.

Schlussfolgerungen: Während OCR eine wirksame Behandlung von RRMS ist und einen Nutzen in PPMS gezeigt hat, berichten wir hier über ungewöhnliche und unerwartete entzündliche Krankheitsaktivität bei 3 Patienten, die vor der OCR einen progressiven Krankheitsablauf hatten. Aufgrund des mit der OCR verbundenen Grades der Immunsuppression und des für diese Patienten untypischen Ausmaßes der Entzündung musste eine Infektion oder eine andere Komplikation der Behandlung, die die akute MS-Krankheit nachahmt, berücksichtigt werden. Klinische Erfahrungen mit diesem neuen Medikament können helfen, die Patientenauswahl und die Sicherheitsüberwachung zu optimieren.

Quelle und englischer Originaltext:

https://onlinelibrary.ectrims-congress. ... browseby=8
Asbu
 
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