Mit highspéed rein in die MS/schleichend raus aus der MS

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Re: Mit highspéed rein in die MS/schleichend raus aus der MS

Beitragvon Walkin » 02. Dez. 2018, 11:33

Über 8200 Klicks seit Ende Februar

Wow, meine Gedanken die ich hier geschrieben hatte haben über 8200 Klicks von Euch erhalten. -
Aber auch keine einzige Antwort, keine einzige Silbe, Nichts. Dies ist äusserst vielsagend
für mich.
Einerseits sagt es mir, das das was ich berichtet hatte sehr wohl bei Euch auf Interesse stösst,und andererseits,
das ich definitiv nicht zur Gruppe der Multiple Sklerose Erkrankten dazu gehöre.
Ich vertraue dabei Euerem Urteil weit mehr als dem der Spezialisten Professor, Dr. Dr, oder wie auch immer.
Sie hatten mir ihr Urteil nicht mit hundert prozentiger Sicherheit sagen können, es gibt ja in der Wissenchsaft auch nie 100 %,
während Euer Urteil, da absolut Null Resonanz, nun wirklich 100 %ig ist.
Ihr habt mich vollständig ignoiriert, was nur bedeuten kann das ich nichts mit euch zu tun habe, also Gott sei Dank kein
Multiple Sklerose Kranker bin, ganz egal was irgend welche Spezialisten auch immer behaupten mögen.
Euere kollektive Intelligenz liegt da ganz bestimmt richtiger.
Ich kann mich jetzt aber nicht bei Euch dafür bedanken, sondern nur mir selbst auf die Schulter klopfen und mich über meine Geduld
freuen, die dieses Resultat allein ermöglicht hat.
Das heisst hier ab hier trennen sich unsere Wege.
Ich bin nur darum noch einmal gekommen um Good by zu sagen, und weil ich es im Februar ja versprochen hatte.
Eigentlich wollte ich nach sechs Monaten wieder vorbei schauen, nun sind es neun Monate geworden. Im September konnte ich
ein erneutes MR machen lassen, durch welches ich auf einen komplett anderen Weg geführt wurde, der mir weitaus stimmiger erscheint als die Verurteilung zur MS und mich einmal mehr an der gesamten, sogenannten Schulmredizin zweifeln liess. Ihre Vertreter sind ja nicht einmal im Stande ein MR richtig zu lesen, obwohl es überdeutlich zu erkennen war. Schon in meinem ersten MR war es übrigens es deutlich zu erkennen. Trotzdem verurteilten sie mich zu MS. Aber sie verstehen es nicht, nennen es weiterhin MS,beharren auf ihrem Irrtum und daher werde ich jetzt wohl als derjenige MS Kranke in Erinnerung bleiben, der nun auch nichts mehr mit Euch anderen zu tun haben will und seine eigenen Wege geht.
Man ignoriert Leute, die nicht derselben Gruppe angehören, habe ich von Euch gelernt.
MS nicht heilbar? Nichts als Lügen! Wie auch alles Andere von Sozialem Netz das einem auffangen würde, wenn man Hilfe braucht, Krankenkasse usw. Je schneller ihr begreift dass ihr euch nur selbst helfen könnt, desto besser.

Hoppla, Tschüss und Good By
Walkin
 
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Re: Mit highspéed rein in die MS/schleichend raus aus der MS

Beitragvon Walkin » 20. Feb. 2018, 16:17

Ja rico, sagen wir mal mehrheitlich. Ganz, das wird man wahrscheinlich nie sagen können, oder höchstens in 10, 20 Jahren dann.
Pessimismus und Gedanken wie "MS sei unheilbar" hatten auch mir zu schaffen gemacht. Aber jetzt nicht mehr. Ich habe
einen fantastischen Menschen gefunden dessen Buch ich hier schon mal empfohlen hatte: Antony William.
Er sagt auch ganz deutlich das MS heilbar ist. Wahrscheinlich hat niemand diesen Tipp damals wahrgenommen, weil man nur dachte
"Uhh schon wieder etwas das ich bezahlen muss!" Aber Nein, so ist es ganz und gar nicht. Antony hat mittlerweile eine ganze Audiothek
mit über 90 Audiofiles die oft bis 1.5 Stunden lang sind. Man kann sie sich alle völlig gratis anhören.
Das Wichtigste davon ist für uns natürlich jenes über Multiple Sklerose
https://soundcloud.com/medicalmedium/tr ... -sclerosis
Es zu verstehen dazu muss man natürlich, wenigstens vorläufig, in englisch bewandert sein.
(vielleicht hat jemand ja Lust es für andere, die kein Englich können zu übesetzen?)

Noch etwas zu Antonys Werdegang: Im Alter von vier Jahren hörte er plötzlich beim Aufwachen eine Stimme die
sich ihm als "Geist"vorstellte, der Geist des Mitgefühls. Egal was er auch tat, er konnte sie nicht abstellen, Sie gab ihm laufend
Informationen über den Gesundheitszustand der Leute in seiner Umgebung. Dies ist heute noch so und seitdem hat er schon x-tausend
Menschen helfen können gesund zu werden und ist heute als Medical Medium weltbekannt. Selbst ranghohe Politiker oder Schauspieler wie
Robert DeNeiro sagen er gehöre zu ihrer Famile.
Also es lohnt sich wirklich da mal rein zu hören.
Nehmt es oder lasst es, wie es euch beliebt. - Aber sagt nicht später ihr hättet davon nicht gewusst!
Walkin
 
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Re: Mit highspéed rein in die MS/schleichend raus aus der MS

Beitragvon rico31 » 19. Feb. 2018, 21:56

Also das mit der Angst... ob die ganz gebannt ist... :roll: :mrgreen:

Bei mir sind schon immer mal noch Zweifel und Unsicherheit vorhanden. Also abgeschwächte Form... Aber ich habe viel mehr Vertauen und Zuversicht als ich es mir je hätte vorstellen können... Aber die krasse Angst, die mag ich nicht. :lol:
Ich muss auch sagen, dass der Pessimismus hier mich ins negative Denken reisst wenn ich nicht aufpasse... All die Gedanken hab ich mal gut von mir weg gehabt, aber die Unsicherheit und der ständige Zweifel hier trennt mich dann vom Urvertrauen... Ich geh mal wieder für längere Zeit aus dem Forum und werd mich auf die persönlichen Treffen mit betroffenen konzentrieren und gegebenenfalls mal auf Deutschland zu meinem Freund auf ne "Heilreise" gehen.

Gute Zeit euch allen :D
rico31
 

Re: Mit highspéed rein in die MS/schleichend raus aus der MS

Beitragvon Walkin » 19. Feb. 2018, 18:39

Hi rico,

ja du hast mit allem natürlich Recht was du geschrieben hast. Übrigens, Respekt für deinen Text den du im anderen
"MS ist neu für mich" geschrieben hast, fand ich super.
Ich werde es auch so halten, das ich erst wieder in sechs Monaten oder so vorbei schaue. Ganz weg bleiben werde ich allerdings nicht, ich gehöre ja hoch offiziell auch zum Kreis der MS Erkrankten (einer bei dem es schon primär progredient losgegangen ist,) daher ist es wichtig das ich und auch du, das wir, mit dabei sind. Im Moment habe ich alles gesagt was ich zu sagen hatte, daher reicht es wenn ich alle sechs Monate mal vorstellig werde.
Dies wirkt wahrscheinlich noch viel stärker als würden wir andauernd hier rumhängen. Die Menschen sind es sich so sehr gewohnt das man ihnen nach rennt, das sie kaum damit umgehen können wenn jemand das mal nicht tut. Darum verkennen sie den Wunsch etwas mit ihnen zu teilen, und glauben nur all zu schnell man wolle sie missionieren, was ganz und gar nicht der Fall ist.
Also die Angst rico, vor MS, neuen Läsionen,Verschlimmerungen ect. ist gebannt, es geht weiterhin jeden Tag etwas besser, mehr braucht im Moment niemand zu wissen. Alles Andere, die Zeit wird es zeigen!
Vielleicht wird man dann unseren Beitrag etwas mehr schätzen können
Wir sehen uns sicher in sechs Monaten.

Walkin
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Re: Mit highspéed rein in die MS/schleichend raus aus der MS

Beitragvon rico31 » 19. Feb. 2018, 17:46

Walkin hat geschrieben: Ja, Angst ist tatsächlich das Schlimste was dir widerfahren kann.( Darum habe ich sie aus meinem Vokabular gestrichen.) Aber genau das passiert regelmässig
wenn Leute beim Arzt waren, und mit der Diagnose MS wieder rauskommen. Ärzte haben selber zwar meistens keine MS, haben also keine eigenen Erfahrungen, können MS nicht heilen,
und nun haben sie nichtse besseres zu tun, als dich von ihrer Sichtweise zu überzeugen. (nicht alle) Ich könnte sie manchmal links und rechts..
Aber wie begegnet man der Angst? Was kann man tun wenn sie da ist?


Ich finde das sehr wichtig was Du sagst. Ich hatte nie mehr Angst, als beim Neurologen. Böse gemeint ist das nicht, aber da wurde solch ein Druck aufgebaut und die Unsicherheit dermassen verstärkt, dass ich echt Mühe hatte meinen Weg durchzuziehen. Glücklicherweise hatte ich mehr Angst vor den Medikamenten. :mrgreen:

Wie man damit umgeht? Naja... Sie nicht verstärken.
Als ich all die Bücher gelesen habe, wurde es immer verständlicher für mich. Und dieses Wissen half mir dabei extrem weniger Angst zu haben.
Heute bin ich an dem Punkt, wo ich vertrauen habe dass es schon seine Richtigkeit haben wird und es es so wie es kommt Sinn macht.

Walkin hat geschrieben:...Erst nach 22 Uhr hatte dann meine komplette rechte Seite den Dienst versagt. Uhthoff ließ eben grüssen. Ich weiss das war etwas extrem und ich sollte das nicht machen, aber ich lerne eben noch "Nein zu sagen"


Ich erkenn mich da selbst etwas drin. Warum kannst Du/Wir nicht nein sagen?
Das Risiko ist ja relativ hoch, wir wissen um die Diagnose, wir wissen dass wir heftige Grenzen bekommen haben. Warum ignorieren wir das?

Musst Du Dich zwingen Nein zu sagen?

Walkin hat geschrieben:Nach einem Jahr Kampf, der seit Januar bedeutend friedlicher geworden ist, geht es mir schon besser, aber noch nicht ganz gut. Sagen wir mal ich konnte klare Zeichen erkennen, das es bergauf geht. Vieles ist besser geworden aber noch nicht alles.
Im November konnte ich nicht barfuss gehen weil die Reflexe mich derart irritiert hatten das ein Gehen unmoglich war.
Im Dezember hätte ich für so einen Text wie den, den ich jetzt schreibe ein paar Stunden gebraucht, heute schaffe ich dies bei Weitem schneller.
Jetzt im Januar, ist das Gehen viel selbstverständlicher geworden, früher hätte ich bei jedem Schritt aufpassen müssen das ich nicht umfalle.
Die Zeiten wo es mir gut geht haben sich ausgedehnt, die Zeiten wo es schlecht geht haben sich verkürzt.
Wenn ich am Sofa liege kann ich mich leichter wieder aufsetzen.
Ich kann länger stehen, mich länger konzentrieren, haue nicht mehr so oft zwischen die Tasten.
Wenn ich durch eine Tür gehe irritiert mich das nicht mehr so sehr im Gleichgewicht.
Überhaupt ich habe keine Gleichgewichtsstörung mehr sondern nur noch eine leichte Schwäche.
Na


Wenn ich das lese denke ich zwei Dinge.
1. Es freut mich sehr für Dich.
2. Vielleicht musst Du nicht kämpfen, sondern darfst sein. Du wirkst auf mich, als ob Du Dich sehr anstrengen kannst und es auch gerne mal tust. Vielleicht darfst Du auch langsam sein, musst nichts schneller oder besser machen. Vielleicht musst Du Dich nirgendwo rechtfertigen für Deine Entscheidungen und darfst einfach den Weg gehen, den Du gehen willst.
rico31
 

Re: Mit highspéed rein in die MS/schleichend raus aus der MS

Beitragvon Walkin » 17. Feb. 2018, 17:33

Weitere 12 Tage sind vergangen, ohne das es mir schlechter gegangen wäre. Ich habe sogar zwei Tage lang über 10 Std. gearbeitet, und
Freunden geholfen schwere Küchenkasten an die Wand zu hiefen. Erst nach 22 Uhr hatte dann meine komplette rechte Seite den Dienst versagt.
Uhthoff ließ eben grüssen. Ich weiss das war etwas extrem und ich sollte das nicht machen, aber ich lerne eben noch "Nein zu sagen"
Am nächsten Tag war alles aber wieder ok.
Was mir sicher auch sehr viel geholfen hat, ist das Vit B 12. Alles was ich darüber finden konnte war, das man es kaum überdosieren kann, der
Körper nimmt sowieso nur extrem wenig auf davon und was zuviel ist endet in der Blase, sofern die Nieren Funktion noch halbwegs passabel ist.
Also fragte ich mich wozu dann diese ganze Disskussion über B 12 wenn es ohnehin fast unmöglich ist es überzudosieren. Ich werde es mal in eigener Verantwortung drei bis vier mal tägl. 1000 microgramm nehmen. Dann wieder zum Bluttest gehen.
Was mir dabei wichtig ist, war einfach, das es in genügender Menge im Körper present ist, und so das Virus beschäftigt. Nicht das es aufgenommen
werden soll, es muss nur da sein. Ich denke, dies hat mir die letzten Tage nicht nur eine saftige Grippe erspaart, es kämpft auch gegen das Eppstein-Barr im Kopf.
Walkin
 
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Re: Mit highspéed rein in die MS/schleichend raus aus der MS

Beitragvon Walkin » 05. Feb. 2018, 12:58

Ich hab mir mal vieles durchgeschaut was hier schon geschrieben wurde. Dabei habe ich festgestellt das mein Post wider Erwarten ziemlich viel Aufmerksamkeit bekommen hat. In nur zwei Monaten hat er doch schon 1085 Zugriffe bekommen. Dafür danke ich allen! Dass dabei aber nur1,81% an Antworten waren, also 38 von denen ich selbst etwa 17 geschriben habe, kann ich auch gut verstehen. Nicht jeder ist so flott mit der Computertastatur, und einem MS Erkrankten kann es mitunter schwer fallen die richtigen Tasten zu drücken. Ich selbst hatte auch eine zeitlang regelmässig zwischen die Tasten gegriffen und sogar das Passwort das ich beim hochfahren des Computers eingeben muss, war schon das erste Hindernis beim Start in den Alltag, dann die vielen "vertipper", man will ein e schreiben und es wird ein r usw. Ich verstehe das also nur zugut, trotzdem würde ich mich sehr über mehr Beteiligung freuen. Etwas zu schreiben bedeutet etwas zu teilen, etwas zu geben, was ganz besonders für MS Erkrankte wichtig werden kann, werden sie doch durch ihre Erkrankung immer mehr in die Ecke der "wenig gebenden" "nutzlosen" gedrängt.
Natürlich kann auch das Essen von Schokolade einem das Gefühl geben, etwas gegeben zu haben, aber sicher ist Schreiben gesünder.

Nach einem Jahr Kampf, der seit Januar bedeutend friedlicher geworden ist, geht es mir schon besser, aber noch nicht ganz gut. Sagen wir mal ich konnte klare Zeichen erkennen, das es bergauf geht. Vieles ist besser geworden aber noch nicht alles.
Im November konnte ich nicht barfuss gehen weil die Reflexe mich derart irritiert hatten das ein Gehen unmoglich war.
Im Dezember hätte ich für so einen Text wie den, den ich jetzt schreibe ein paar Stunden gebraucht, heute schaffe ich dies bei Weitem schneller.
Jetzt im Januar, ist das Gehen viel selbstverständlicher geworden, früher hätte ich bei jedem Schritt aufpassen müssen das ich nicht umfalle.
Die Zeiten wo es mir gut geht haben sich ausgedehnt, die Zeiten wo es schlecht geht haben sich verkürzt.
Wenn ich am Sofa liege kann ich mich leichter wieder aufsetzen.
Ich kann länger stehen, mich länger konzentrieren, haue nicht mehr so oft zwischen die Tasten.
Wenn ich durch eine Tür gehe irritiert mich das nicht mehr so sehr im Gleichgewicht.
Überhaupt ich habe keine Gleichgewichtsstörung mehr sondern nur noch eine leichte Schwäche.
Nach neun Monaten habe ich mich schon fast damit abgefunden das es offenbar nur schleichend besser werden kann, was aber nicht bedeutet das es nicht auch ganz schnell gehen kann wenn ich mal das Richtige gefunden habe, ich lerne ja jaden Tag dazu und passe meine Behandlung ständig an. Aber im Moment fühlt es sich noch so an als wolle man ein Litergefäss mit 'Wasser füllen indem man Tropf um Tropf reingibt, es geht zwar, aber doch nur sehr langsam. Das alles könnte man natürlich abtun und sagen sas ist nur die kleine Verbesserung die ja meistens bei der MS passiert, aber ich bin ein unverbesserlícher Optimist und sehr darin schon wenigstens eine kleine Besserung.
Im September sagte mir der Neurologe, ich solle mich im Frühjahr wieder melden, da man dann vorraussichtlich ein neues Meikament hätte. Jetzt ist die Frage, was ist Frühjahr? März oder doch eher Mai. Ich denke ich werde mir Zeit lassen, bís Juni, kann man auch noch als Frühjahr sehen, und ich komme soweit ganz gut zurecht.
Ich denke das ist nur fair, hatte er mir doch klar gesagt MS könne nicht besser werden, man könne den Prozess des Schlechter werdens nur verzögern.
Ich werde also weitergehen mit meinem so ganz unorthodoxen Weg und euch natürlich weiter informieren.
Walkin
 
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Re: Mit highspéed rein in die MS/schleichend raus aus der MS

Beitragvon Walkin » 04. Feb. 2018, 13:14

@Sighthound
Ja, Angst ist tatsächlich das Schlimste was dir widerfahren kann.( Darum habe ich sie aus meinem Vokabular gestrichen.) Aber genau das passiert regelmässig
wenn Leute beim Arzt waren, und mit der Diagnose MS wieder rauskommen. Ärzte haben selber zwar meistens keine MS, haben also keine eigenen Erfahrungen, können MS nicht heilen,
und nun haben sie nichtse besseres zu tun, als dich von ihrer Sichtweise zu überzeugen. (nicht alle) Ich könnte sie manchmal links und rechts..
Aber wie begegnet man der Angst? Was kann man tun wenn sie da ist?
Ich habe mich zuerst möglichst umfassend informiert. Dann habe ich gemerkt, es gibt ja noch andere Stimmen als nur jene die sagen, MS sei über kurz oder lang
ein Einwegticket zum Rollstuhl. Das allein hat schon die Angst merklich reduziert.
Dann habe ich begonnen mich selbst mehr wahrzunehmen und gemerkt das ich vielleicht nicht ganz so unschuldig an meiner Situation war,
das sie nicht ohne Grund zuschlagen konnte, und damit begonnen die Gesundheit meines Körpers in den Mittelpunkt meines Lebens zu rücken.
Ich habe gemerkt das es wichtig ist, leben zu wollen, und gesundsein zu wollen
Beseitigung der MS ist zu einer Vollzeitbeschäftigung geworden.(Geld verdienen musste nebenher erfolgen) Seither tue ich alles nur erdenkliche, was mir nur irgendwie helfen kann.
Dies hat zumindest der Angst den Rest gegeben.
Wenn ich alles dafür tue damit es mir gut geht, brauche ich keine Schübe mehr zufürchten. Die kommen ja nicht einfach so aus dem Nichts.
Das glauben wir nur weil wir die wahren Gründe ignorieren.
Also es gibt es einen Grund dafür, und ich bin überzeugt davon das ich jetzt auch keine weiteren Schübe, Läsionen im Gehirn, mehr kriegen werde.
Ist mir letzlich egal wie man das nennt, Tatsache ist, es ist eine Entzündung im Gehirn, dies kann man an der Hitze deutlich erkennen,
dabei kann es dann nachher zu Ausfällen aller Art, kurz- oder langfristig kommen. Also sowas, werde ich nicht mehr kriegen, nie mehr, weil ich jetzt
alles für mich tue was ich tun kann. Ich glaube auch nicht dass ich dabei noch irgendwas ausser Acht gelassen habe, wenn doch, werde ich einfach weiter lernen.
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Re: Mit highspéed rein in die MS/schleichend raus aus der MS

Beitragvon Sighthound » 04. Feb. 2018, 11:37

@Walkin
Ich glaube, das ist ein ganz springender Punkt. ANGST! Angst hemmt, lähmt, schränkt ein, genau das, was auch Schübe machen. Man hat Angst zu verlieren, loszulassen und hinzunehmen. Angst schüttet im Körper viele Botenstoffe aus, die uns auf Dauer und in hoher Konzentration wirklich schaden. Es alarmiert, den ganzen Körper, vor allem aber unser Gehirn und damit unser Nervensystem, also genau da, wo wir so oder so schon unser Problem haben. Man kommt in eine Angstspirale und schon ist man so oder so auf einem verlustorientierten Weg. Ich bin auch überzeugt davon, dass es ganz wichtig ist zu versuchen, mit der Angst umzugehen, sich auf das Positive im Leben zu konzentrieren, seine eigene Mitte zu finden und sich zuzugestehen, auch völlig in Ordnung zu sein, wenn man halt Einschränkungen hat. Da wir nie wissen wann welcher Schub auf uns zukommt, ist dies schwierig, aber eben, wie du schreibst, man kann auch die Treppe hinunterfallen und sich das Genick brechen- es kommt wie es muss! ( Ist übrigens einem bekannten von mir tatsächlich passiert- wenn man so etwas so hautnah miterlebt, relativiert sich doch auch wieder Einiges!)
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Re: Mit highspéed rein in die MS/schleichend raus aus der MS

Beitragvon Walkin » 03. Feb. 2018, 19:32

Das freut mich für dich MoniW. Dann hast du auch keine Angst mehr.
Mir kommt vor das sich die Angst vor neuen Verschlechterungn sowieso
mit zunehmender Erfahrung schleicht. Gut so.
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Re: Mit highspéed rein in die MS/schleichend raus aus der MS

Beitragvon MoniW » 03. Feb. 2018, 17:03

Ich nehme seit November Tecfidera. Vertrage es sehr gut.
Im MRI hat sich seit Oktober nichts verändert. Mir geht es sehr gut.
MoniW
 
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Re: Mit highspéed rein in die MS/schleichend raus aus der MS

Beitragvon Walkin » 03. Feb. 2018, 16:02

Ja Sighthound, das muss halt jeder selbst entscheiden ob er eine herkömmliche Behandlung mit chemischen Mitteln der Pharma gegen MS machen will.
Ich für mich, bin entschlossen keine solchen Medikamente zu nehmen. Zugegeben das letzte Jahr war ein Höllentrip, aber dieses Jahr verspricht schon jetzt
zu einer Spazierfahrt zu werden. Ich bin mir da ziemlich sicher. Der Weg den ich eingeschlagen habe greift. Ich war jetzt sogar drei Tage ausser Haus
und habe ganztägig gearbeitet. Keine schlechten Nachwirkungen mehr. Ich hatsche noch immer einwenig aber hey, das wird schon. Ich bin sowas von überglücklich
dass ich jetzt endlich Fortschritte sehe, was ein Jahr lang unmöglich war. Ich weiss natürlich das dies noch gar nichts heisst, laut Medizin könnte ich jederzeit wieder einen Schub bekommen, eine Aussage die aber genauso für den Ziegel zutrifft der mir jeden Moment auf den Kopf fallen könnte oder ein Autounfall usw. Soll ich jetzt deshalb mein Leben in Angst verbringen?
Die Angst habe ich aus meinem Leben verbannt. Das ist ein Schild: "Ich muss draussen bleiben"
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Re: Mit highspéed rein in die MS/schleichend raus aus der MS

Beitragvon Sighthound » 01. Feb. 2018, 21:50

@Nicki
Wenn du möchtest, kann ich dir die Kontaktdaten von meinem Neuto geben, wäre für dich nicht weit...
ich finde ihn wirklich sehr gut und ich denke, er geht sehr auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten ein, sagt aber auch, was seiner Meinung nach sinnvoll wäre... ich fühle mich sehr wohl da...
Sighthound
 
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Re: Mit highspéed rein in die MS/schleichend raus aus der MS

Beitragvon Nicki » 01. Feb. 2018, 20:52

Ich möchte auch so einen Neurologen, einen entspannten. Seufzz.

Meiner will alles beschiessen, Spatzen und auch kleinere Vögel, auch Mücken.

Ein Riesenstress für mich. Obwohl ich ihm sage, dass ich nicht Medi wechseln werde, bearbeitet er mich ohne Ende. Müsste auch mal wechseln (den Arzt mein ich), aber weiss noch nicht, wohin.

Tja, kommt Zeit, kommt Rat, und ein passender Neuro.
Mögen alle Wesen glücklich sein. Herz Sutra
Nicki
 
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Re: Mit highspéed rein in die MS/schleichend raus aus der MS

Beitragvon Sighthound » 31. Jan. 2018, 13:38

Ich denke, viele Faktoren führen zur Entscheidung, ob ich mich mit einer BT behandeln lasse, oder nicht. In meinem Fall wurde vor über 5 Jahren mit den positiv getesteten Oligoklonalen Banden, MRT ohne Befund zumindest der erste Anhaltspunkt, zusammen mit neurologischen Auffälligkeiten gelegt. Etwa 2 Jahre später hatte ich eine Taubheit auf einer Gesichtshälfte. Beide Schübe bildeten sich rasch und vollständig zurück. Der aktuelle Schub im Okt. 17 brachte mir die Diagnose und ich habe bis jetzt immer noch teils Sensistörungen. Wenn ich das Ganze aber in Relation setze denke ich, dass ich Chancen auf eine mild verlaufende MS habe. Im MRT sind nach diesen Jahren nur zwei winzigste Läsionen sichtbar. Ausserdem habe ich einen Neurologen an der Seite, der nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schiesst und auch der Meinung ist, man kann in meinem Fall noch beobachten und schauen, wie die Entwicklung ist. In der Zwischenzeit habe ich mich viel belesen und auch schon einiges ausprobiert. So nehme ich jetzt mal die „gängig“ empfohlenen Vitaminzusätze wie Vit. E, Zink udn Selen. Ausserdem Fischölkapsen udn Vit. D. Zusätzlich habe ich mir einen Heilpraktiker gesucht. Er ist übrigens auch der Ansicht, dass, zumindest bei mir, die MS durch einen Virus ausgelöst wurde. Ich bekomme jetzt von ihm gezielte pflanzliche Mittel, die mein Immunsystem unterstützen sollen, genau diesen Virus in Schach zu halten.
Natürlich- es ist alles ein Experiment! Solange man nicht weiss, woher die MS kommt, mit was man es genau zu tun hat, da ist jede Substanz ein Experiment, bi the way auch die BT! Ich mache es aber grundsätzlich wie du- ich gehe auf mein Bauchgefühl. Hätte ich jetzt aber von Anfang an eine sehr aktive MS mit harten Schüben, oder würde sich meine MS jetzt auch mit den von mir getroffenen Massnahmen auf pflanzlicher und ganzheitlicher Basis stark aktivieren, würde ich vorher eine BT einnehmen und nicht einfach zuwarten, wis ich dann wirklich grosse Einschränkungen hätte... Von dem her denke ich halt wirklich, jeder muss es für sich entscheiden udn ich verstehe auch absolut Jeden, der sich auf eine BT einlässt, denn nicht jeder hat so einen netten Verlauf und kann es sich psychisch leisten, sich gegen das zu entscheiden, was die Schulmedizin bis anhin als einzig wirksames Mittel anzubieten hat. Ausserdem bin ich der Meinung, dass die Schulmedizin sehr, sehr viele Medikamente bietet, auf die ich dann im Zweifelsfall nicht verzichten möchte. Gäbe es für die MS ein „sicheres“ Mittel, würde ich den Schritt in diese Richtung sicher auch früher als später gehen, aber da es das nicht gibt....
Sighthound
 
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